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Monika Sarnitz - WITHOUT ARSENIC - White Faces, White Laces

Juli bis September 2011

Arbeiten mit Garn 1977 – 2011
Kuratorin: Katarina Noever

LACE TO LACE - durchschaubar undurchsichtig

 LACE TO FACE - objekttief subjektiv bricht was durch

FACE TO LACE - subjekttief objektiv 

FACE TO FACE - undurchschaubar durchsichtig
 

herbert j.wimmer  juni 2011

 

Die HÄKELNADEL ist neben Buntstift, Pinsel und Unterwasserkamera das bevorzugte Werkzeug von Monika Sarnitz (Jg.1924).

In den letzten 30 Jahren realisierte sie über hundert dieser kleinen, handtellergroßen Kunstwerke. Alle Entwürfe entstehen frei, ohne Skizze oder Vorlage. Neben Köpfen und furchterregenden Fratzen und Masken bilden Fische, Seesterne, Katzen, Vögel und anderes Getier den Motivenreichtum ihrer Arbeiten...       

Diese zarten Exemplare aus Garn sind der Schwerpunkt der außergewöhnlichen Schau in der Galerie V&V. Edel verarbeitete Leinenhemden im Kimonoschnitt mit applizierten Köpfen, sowie Hand- und Halsschmuck werden ebenso gezeigt, wie eine kleine Auswahl von Zeichnungen, die für die Zeitung "Wimmers Weekly" 1942-1944 während ihres Studiums bei Eduard Wimmer-Wisgrill entstanden sind.
 

„Handarbeiten“ auf höchstem handwerklichem und kreativen Niveau hatte in ihrer Familie lange Tradition. Ihre Tante Anna v. Schmedes war z.B. viele Jahre Assistentin von Eduard Josef Wimmer-Wisgrill, Meisterklasse für Mode an der Kunstgewerbeschule, und arbeitete oftmals für die Wiener Werkstätte. Ein Meisterstück von ihr, das Monika Sarnitz besonders inspiriert hat, ist ebenfalls ausgestellt. Katarina Noever

 

 

Monika Sarnitz, eine äußerst anmutige und hoch originelle 87-jährige Dame von Welt,

Kunstgewerbeschülerin des legendären Professor Wimmer-Wisgrill,

ist mit ihrem singulären Werk von Groteskgesichtern

eine Mischung aus häkelndem weiblichen James Ensor und dem aller, aller letzten Aufflackern von Wiener Werkstätte Kunst.

André Heller