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Galerie V und V

Die Galerie V&V wurde 1982 von den Schmuckkünstlerinnen Veronika Schwarzinger und Verena Formanek gegründet. 1990 übersiedelte V&V vom ursprünglichen Standort in der Lindengasse in die Wiener Innenstadt, auf den Bauernmarkt. Nach dem Abgang Verena Formaneks ins Museum für angewandte Kunst lenkt Veronika Schwarzinger die Geschicke der Galerie allein.

In wechselnden Ausstellungen (ca. alle 6 Wochen eine Vernissage) werden hier Künstler präsentiert, die den traditionellen Begriff von Schmuck und Sich-Schmücken hinter sich gelassen und sich weit in in die Grenzbereiche zwischen angewandter und bildender, bisweilen in Richtung Objekt- und Konzeptkunst vorgewagt haben.

Worauf es der Galeristin besonders ankommt:
Die Künstler haben in der Galerie nicht nur Gelegenheit, ihre Arbeiten in Vitrinen zu zeigen, sondern sie sollen sich und ihr Werk auch entsprechend inszenieren.

Die Bandbreite der Exponate reicht von funktionellem über figurativen zu objekthaftem Schmuck bis hin zu Zitaten, die konventionelle Schmuckbegriffe durchbrechen . Ein wichtiges Auswahlkriterium ist bestimmt Qualität, was den Entwurf, die Idee und auch das Handwerk betrifft.

Die Galerie versteht sich auch als Informationsforum und Austauschebene und arbeitet daher mit zahlreichen Galerien aus dem In- und Ausland zusammen .

Außerdem ist V&V in verschiedenen Organisationen (wie zum Beispiel dem Verein zur Förderung und Verbreitung zeitgenössischer angewandter Kunst, dem Forum für Schmuck und Design in Köln, dem Österreichischen Galerienverband etc. ) organisiert.

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Monika Sarnitz

Monika Sarnitz - WITHOUT ARSENIC - White Faces, White Laces 
Arbeiten mit Garn 1977 – 2011
Dauer:  verlängert bis 1. September 2011
wegen Urlaub geschlossen vom 16. bis 20.  August 2011
Kuratorin: katarina noever

LACE TO LACE - durchschaubar undurchsichtig
LACE TO FACE - objekttief subjektiv
bricht was durch
subjekttief objektiv - FACE TO LACE
undurchschaubar durchsichtig - FACE TO FACE 
herbert j.wimmer  juni 2011

Die HÄKELNADEL ist neben Buntstift, Pinsel und Unterwasserkamera, 
das bevorzugte Werkzeug von Monika Sarnitz (Jg.1924).
In den letzten 30 Jahren realisierte sie über hundert dieser kleinen, handtellergroßen Kunstwerke. Alle Entwürfe entstehen frei, ohne Skizze oder Vorlage. Neben Köpfen und furchterregenden Fratzen und Masken bilden Fische, Seesterne, Katzen, Vögel und anderes Getier den Motivenreichtum ihrer Arbeiten...       

Diese zarten Exemplare aus Garn sind der Schwerpunkt der außergewöhnlichen Schau in der Galerie V&V. Edel verarbeitete Leinenhemden im Kimonoschnitt mit applizierten Köpfen, sowie Hand- und Halsschmuck werden ebenso gezeigt, wie eine kleine Auswahl von Zeichnungen, die für die Zeitung "Wimmers Weekly" 1942-1944 während ihres Studiums bei Eduard Wimmer-Wisgrill entstanden sind.

„Handarbeiten“ auf höchstem handwerklichem und kreativen Niveau hatte in ihrer Familie lange Tradition. Ihre Tante Anna v. Schmedes war z.B. viele Jahre Assistentin von Eduard Josef Wimmer-Wisgrill, Meisterklasse für Mode an der Kunstgewerbeschule, und arbeitete oftmals für die Wiener Werkstätte. Ein Meisterstück von ihr, das Monika Sarnitz besonders inspiriert hat, ist ebenfalls ausgestellt. Katarina Noever

Während der Ausstellung wird Monika Sarnitz  am 13., 20., 27.Juli  Mittwoch Nachmittag  von 16h-18h in der Galerie anwesend sein!
 
Mo Sarnitz, eine äußerst anmutige und hoch originelle 87-jährige Dame von Welt, Kunstgewerbeschülerin des legendären Professor Wimmer-Wisgrill ist mit ihrem singulären Werk von Groteskgesichtern eine Mischung aus häkelndem weiblichen James Ensor und dem aller, aller letzten Aufflackern von Wiener Werkstätte Kunst. André Heller