Galerie V und V
Die Galerie V&V wurde 1982 von den Schmuckkünstlerinnen Veronika Schwarzinger und Verena Formanek gegründet. 1990 übersiedelte V&V vom ursprünglichen Standort in der Lindengasse in die Wiener Innenstadt, auf den Bauernmarkt. Nach dem Abgang Verena Formaneks ins Museum für angewandte Kunst lenkt Veronika Schwarzinger die Geschicke der Galerie allein.
In wechselnden Ausstellungen (ca. alle 6 Wochen eine Vernissage) werden hier Künstler präsentiert, die den traditionellen Begriff von Schmuck und Sich-Schmücken hinter sich gelassen und sich weit in in die Grenzbereiche zwischen angewandter und bildender, bisweilen in Richtung Objekt- und Konzeptkunst vorgewagt haben.
Worauf es der Galeristin besonders ankommt:
Die Künstler haben in der Galerie nicht nur Gelegenheit, ihre Arbeiten in Vitrinen zu zeigen, sondern sie sollen sich und ihr Werk auch entsprechend inszenieren.
Die Bandbreite der Exponate reicht von funktionellem über figurativen zu objekthaftem Schmuck bis hin zu Zitaten, die konventionelle Schmuckbegriffe durchbrechen . Ein wichtiges Auswahlkriterium ist bestimmt Qualität, was den Entwurf, die Idee und auch das Handwerk betrifft.
Die Galerie versteht sich auch als Informationsforum und Austauschebene und arbeitet daher mit zahlreichen Galerien aus dem In- und Ausland zusammen .
Außerdem ist V&V in verschiedenen Organisationen (wie zum Beispiel dem Verein zur Förderung und Verbreitung zeitgenössischer angewandter Kunst, dem Forum für Schmuck und Design in Köln, dem Österreichischen Galerienverband etc. ) organisiert.
Faultlines
FAULTLINES
Susanne Hammer (A)
Eröffnung: Donnerstag 24. Mai 2012, 19 Uhr
zur Ausstellung spricht Susanne Längle
im Rahmen des Galerienrundganges (16 bis 21 Uhr)
Dauer der Ausstellung: 25. Mai. bis Mitte Juli 2012
Zur Ausstellung erscheint die Publikation „Susanne Hammer: FAULT LINES. Kugelketten 2011-12“, hg. von Susanne Hammer, mit einem Beitrag von Desirée Schellerer 32 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, Fotos von Peter Olschinsky.
Als Verwerfung, englisch ‚fault line' (Bruchlinie, Sprung, Verschiebung oder Störung im engeren Sinne) wird in der Geologie eine Zerreiß- oder Bruchstelle bezeichnet, die zwei Gesteinsbereiche gegeneinander versetzt. Anknüpfend an meine Arbeit mit Metallketten, bei der es ebenfalls um Störung, Dekonstruktion und Wiederherstellung in veränderter Form ging, interpretiere ich bei ‚fault lines' die klassische Reihung neu. Aufgezogene Holzkugeln werden abschnittweise mit Kunstharz versteift und anschließend auf eine Weise zerteilt, durch die einerseits das ursprüngliche Material wieder freigelegt und andererseits die Reihung nach einer anderen Logik, mit deutlich sichtbaren Brechungen und Verschiebungen, neu zusammen gestellt wird. Susanne Hammer 2012
In geology, a fault line (crack, displacement or disruption) is a line of breakage where two rocks shift against each other. Picking up on my work with metal chains, which also revolved around disruption and deconstruction followed by reconstruction in an altered shape, with ‘fault lines’ I have brought a new angle to the classic sequencing of beads. Sections of threaded wooden beads are stiffened with synthetic resin and then cut in such a manner that the original material is exposed again yet, at the same time, the sequence is reconstructed according to a different rationale, with clearly visible breaks and shifts. Susanne Hammer 2012








